Expositionsklassen Dauerhaftigkeit garantiert – die richtige Mischung machts

Die Einwirkungen aus den verschiedenen Umweltbedingungen werden in Expositionsklassen eingeordnet, die auf den Beton, den Betonstahl oder metallische Einbauteile einwirken können und die nicht als Lasten bei der konstruktiven Bemessung berücksichtigt werden. Daraus folgen die Anforderungen an die Zusammensetzung des zu verwendenden Betons, sowie die Betondeckung und die zulässige Rissbreite.
Die Bezeichnungen der einzelnen Expositionsklassen setzen sich aus dem Buchstaben X (für Exposition), der Kennung für die Art der schädigenden Einwirkung und einer Ziffer, die die Intensität der Schädigungseinflüsse kennzeichnet zusammen. Für die verschiedenen Arten von Einwirkungen, werden folgende Abkürzungen aus dem Englischen verwendet:

  • 0 für Zero Risk (kein Angriffsrisiko)
  • C für Carbonation (Carbonatisierung)
  • D für Deicing Salt (wechselfähige Chloride beispielsweise aus Streusalz)
  • S für Seawater (Meerwasser)
  • F für Frost (Frost und Tausalz)
  • A für Chemical Attack (chemischer Angriff)
  • M für Mechanical Abrasion (Mechanischen Angriff (Abrieb, Verschleiß o.ä.)

In Deutschland sind die Expositionsklassen in der DIN 1045-1 (08-2008) geregelt. Im Gegensatz zur vorherigen Fassung aus dem Jahr 2001 wurden die Expositionsklassen um die Exposition W "Betonkorrosion infolge Alkali-Kieselsäurereaktion" erweitert. Dieser Exposition werden keine Mindestbetonfestigkeitsklassen zugewiesen. Im folgenden Schaubild werden zutreffende Expositionsklassen visualisiert.